Kunst


keine Ausstellung, aber das erste `neue Kunstwerk` im Wohnzimmer
ist von Anna Zimmermann…

Manfred Mayerle, München 
Ab Herbst 2018 bis März 2019 waren Werke des Münchner Künstlers Manfred Mayerle in der Galerie Seerichter in Düsseldorf zu sehen.

Manfred Mayerle kann seit den 70iger Jahren auf ein beachtliches Werkverzeichnis verweisen:
Nicht nur die Zahl der Ausstellungen, die Qualität der Arbeiten und deren Größe sind bedeutsam. Er ist in Sammlungen wichtiger Museen wie der Pinakothek der Moderne in München, dem Münchner Lenbachhaus, den Sammlungen vieler großer Banken und Privatsammlungen vertreten. Seit den 60iger Jahren hat er zudem etwa 800 architekturbezogene Projekte realisiert, die zu einem großen Teil durch Wettbewerb vergeben wurden. Besonders hervorzuheben ist beispielsweise die sehr große Arbeit für die Eingang der Siemens-Verwaltung von 1993, für deren Herstellung ein gesondertes Gerüst erstellt werden musste, bildhauerische Arbeiten wie für das Amtsgericht in Ansbach von 1985 bis 1990 oder Arbeiten für Privatgebäude wie dem Haus Denk in München von 1999.
Manfred Mayerle hat an der Akademie der Bildenden Künste München studiert und hat bereits in jungen Jahren den Preis für Portraitmalerei der renommierten Bayerischen Akademie der Schönen Künste erhalten. Später wurden Farbe und Linie – zunächst Mittel zum Zweck – immer wichtiger in seinem Werk und machen heute seine Kompositionen aus. 1988 erweiterte sich das Atelier Manfred Mayerle um einen Standort in der Jachenau und 1991 um das Atelier in Establiments. Jeder Arbeitsort hat dabei seinen eigenen Schwerpunkt. Der Münchner Standort ist Werkstatt und Atelier sowie Anlaufstelle für alle Arbeiten. Die Ateliers in der Jachenau und in Establiments sind ideale Orte zum Zeichnen und Malen. 

Dass nun auch einige sehr schöne Arbeiten von Manfred Mayerle in der Galerie Seerichter in Düsseldorf ausgestellt waren, freut mich deshalb ganz besonders! Wir planen in Kürze auch eine Ausstellung mit seinen Werken in der Galerie Seerichter in Dießen.

 

Ben Goossens, München

Wir starteten 2017/2018 mit den Arbeiten des Münchner Künstlers Ben Goossens. Seine Arbeiten bereicherten die Ausstellung insgesamt und fügten den spannenden Raumfluchten des denkmalgeschützten Hauses in Dießen weitere räumliche Dimensionen hinzu. Die sehr ästhetischen, geheimnisvollen und teilweise bedrohlichen Darstellungen wirken vergänglich und futuristisch zugleich. Auch den modern anmutenden Räumen der Düsseldorfer Galerie fügt er spannende Perspektiven, weitere räumliche Tiefe und eine mysteriöse Atmosphäre hinzu. 

Ben Goossens ist 1982 in München geboren und hat nach einer Ausbildung zum Schreiner in Garmisch-Partenkirchen an der Akademie der Bildenden Künste in München Bildhauerei bei Professor Stephan Huber studiert. Neben Stipendien,  Förderungen und diversen Ausstellungen hat er 2014 den Kunstpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München erhalten.

“…Ben Goossens´ fiktive Konstruktionen sind Modelle, Miniaturen, die jedoch nichts Spielzeughaftes oder Gebasteltes in sich tragen, sondern durch filmische oder fotografische Darstellung Monumentalität erhalten. Seine mit Lust am Experiment und handwerklicher Finesse hergestellten Räume sind Simulatoren psychischer Wirklichkeiten. Sie umkreisen Beklommenheit verdrängten Ursprungs und unausgesprochene Ängste unserer Zeit. Sie formen sie ästhetisch anschaulich zu einem Bild. So werden die tatsächlich kleinen Modelle durch die souveräne Umsetzung zu großen psychischen Dioramen…” (Prof. Stephan Huber, s. Katalog) http://www.ben-goossens.de

Danach

Kunst auszustellen funktioniert allein im “weissen Raum”; das ist das Pure, die Konzentration auf die Kunst allein. Dagegen fehlt mir ein wichtiger Teil, wenn ich meine Möbel und Gegenstände ohne Kunstwerke ausstelle, da Wohnen durch Kunst noch mehr Persönlichkeit erhält. Deshalb bin ich voller Freude, wie sich der Charakter der schönen Möbelstücke in Beziehung zu den Kunstwerken ändert und wie verschiedenste Kombinationen harmonieren.

Allerdings fällt mir mehr und mehr auf, dass sich auch “reine Kunstgalerien” mit wenigen ausgesuchten, besonders schönen Möbelstücken präsentieren, die ihren handwerklichen und gestalterischen Ursprung in den vergangenen Jahrzehnten haben. Sie gehören auch dort zur Gesamtpräsentation dazu.

© Fotos Charly Kiemer bzw. Galerie Seerichter © Fotos Kunst B. Goossens (allein): Ben Goossens